Halogenfreie Netzkabel (LSZH): sinnvoll bei Menschen, Technik und kritischer Infrastruktur

In Gebäuden mit vielen Personen oder empfindlicher Elektronik zählt im Brandfall jede Minute: LSZH steht für „Low Smoke Zero Halogen“ – also Materialien, die typischerweise weniger Rauch und weniger korrosive Halogengase entwickeln als klassische PVC-Lösungen.

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Warum halogenfrei/LSZH im Projekt oft die bessere Wahl ist

Halogenfreie Mantel- und Isolationsmaterialien werden dort eingesetzt, wo im Brandfall Sicht und Schutz von Technik eine größere Rolle spielen als der reine Preis pro Kabel.

  • Weniger Rauch → bessere Orientierung/Fluchtwege (typisch geprüft z. B. nach EN/IEC 61034)
  • Weniger korrosive Halogengase → geringeres Korrosionsrisiko an Metall/Elektronik (typisch geprüft z. B. nach IEC 60754)
  • Gute Wahl bei vielen Personen: Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude
  • Gute Wahl bei teurer Technik: Rechenzentrum, Serverraum, Industrie-IT
IEC 60754
Gase/Acidität aus Kabelmaterial
EN/IEC 61034
Rauchdichte / Lichtdurchlass
IEC 60332
Flammenausbreitung (je nach Aufbau)

Wichtig: „Halogenfrei/LSZH“ bedeutet nicht „brandfrei“. Auch LSZH-Kabel können im Brandfall Schadgase wie CO freisetzen. Der Vorteil liegt vor allem bei Rauch und korrosiven Halogensäuren (je nach Material/Prüfung).

So wählst du schnell das passende LSZH-Netzkabel

Für eine zügige Vorauswahl reichen meist diese drei Punkte. Danach kannst du direkt in die passenden Kategorien springen.

Auswahlhilfe: 3 Fragen – klare Empfehlung

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Die Empfehlung passt sich automatisch an.

Praxis-Tipp: Achte auf Materialangaben wie H05Z1Z1-F (Beispiel) und auf Zulassungen (z. B. VDE/ENEC), wenn diese im Projekt gefordert sind.

Direkt zu passenden LSZH-Artikeln

Häufig gewählt im B2B-Alltag: Schuko (CEE 7/7) auf IEC C13 sowie LSZH-Kaltgeräteverlängerungen C13 auf C14 – ideal für IT, Server, Infrastruktur.

Hinweis: Verfügbarkeit und technische Details stehen beim jeweiligen Artikel (z. B. Querschnitt, Länge, Zulassung).

FAQ: Halogenfrei / LSZH – kurz beantwortet

Was bedeutet „halogenfrei“ bei Kabeln?

„Halogenfrei“ bezieht sich auf Mantel-/Isolationsmaterialien ohne halogenhaltige Bestandteile. Im Brandfall entstehen dadurch typischerweise weniger saure/korrosive Halogengase (Prüfkontext z. B. IEC 60754).

Was bedeutet „Low Smoke“ bei LSZH?

„Low Smoke“ beschreibt eine reduzierte Rauchentwicklung – gemessen z. B. über Rauchdichte/Lichtdurchlass in Prüfverfahren (Prüfkontext z. B. EN/IEC 61034).

Ist LSZH automatisch „schwer entflammbar“?

Nicht automatisch. Brandverhalten hängt vom gesamten Kabelaufbau ab. Für Flammenausbreitung werden je nach Anwendung unterschiedliche Prüfungen herangezogen (Prüfkontext z. B. IEC 60332).

Welche Angaben brauche ich für eine schnelle Empfehlung?

Steckertyp + Kupplung (z. B. Schuko→C13, C13→C14), Länge, Querschnitt/Strombedarf und Einsatzumgebung (Büro, Serverraum, öffentlich, Industrie).

Diese Seite dient der Orientierung (keine Rechtsberatung). Anforderungen können je Branche, Gebäudevorgabe und Zielmarkt abweichen.

MAG GmbH: LSZH-Netzkabel für Projekte, Rollouts und Serien

Halogenfreie DINIC Netzkabel (LSZH) sind besonders dann sinnvoll, wenn Sicherheit, Technikschutz und klare Spezifikationen im Vordergrund stehen. Bei Bedarf unterstützen wir bei der Auswahl nach Anwendung, Länge, Querschnitt und Zulassungen.

Stand: Juli 2025 – Änderungen vorbehalten.