Netzkabel national (Schuko / Eurostecker)

In dieser Kategorie finden Sie nationale Netzkabel für die Stromversorgung von IT-, Büro- und Industrieanwendungen – vom 2-poligen Eurostecker-Kabel bis zum 3-poligen Schutzkontakt-Netzkabel (CEE 7/7). Typische Ausführungen sind Schuko auf IEC 60320 (z. B. C13, C15, C19, C5) sowie Eurostecker auf IEC (z. B. C7/C17), ergänzt um halogenfreie LSZH-Varianten, Leitungen mit offenem Ende und Schutzkontaktverlängerungen.

Für Beschaffung, Rollouts und Serienbedarf profitieren Sie von klaren Varianten, sichtbaren technischen Daten und planbarer Versorgung aus Deutschland – passend für Systemhäuser, Elektro/Industrie, Handel sowie öffentliche Auftraggeber.

Technische Merkmale
  • Netzseite: Eurostecker (Typ C) oder Schutzkontakt CEE 7/7 (Typ E+F)
  • Geräteseite: IEC 60320 (z. B. C7/C17, C5, C13, C15, C19)
  • 2- oder 3-polig (mit/ohne Schutzleiter) – je nach Gerät & Einsatz
  • Gerade oder 90° gewinkelt (Platzvorteil im Rack/bei Wandmontage)
  • Verschiedene Längen, Querschnitte & Farben zur Kennzeichnung
  • Optionen: halogenfrei (LSZH) sowie Varianten mit offenem Ende
  • Ausführungen nach relevanten VDE-Standards (artikelabhängig)
Typische Einsatzbereiche
  • Arbeitsplatz & Büro: PC, Monitor, Docking, Drucker
  • Server/Netzwerk: Rack, PDU/Leiste, USV – saubere Kabelführung
  • AV/Medientechnik: Beamer, Displays, Konferenzräume
  • Industrie/Schaltschrank: Konfektion & Anschluss über offenes Ende
  • Öffentliche Gebäude/Rechenzentrum: LSZH-Varianten für erhöhte Anforderungen
  • Lager/Messebau: Schutzkontaktverlängerungen für flexible Reichweite

Auswahlhilfe: Welches Netzkabel national passt zu Ihrer Anwendung?

Bei Netzkabeln sind Steckgesicht, Polzahl, Strombelastbarkeit und Einsatzumgebung entscheidend. Die folgenden Punkte helfen, schnell die richtige Variante auszuwählen und Rückfragen im Projekt zu reduzieren.

1) Steckertypen & Kompatibilität

  • Schutzkontakt (CEE 7/7 / Schuko): Für Geräte mit Schutzleiter (3-polig) und professionelle IT-/Industrie-Anwendungen.
  • Eurostecker (Typ C): 2-polig für Kleingeräte/Netzteile – nur verwenden, wenn das Gerät keinen Schutzleiter benötigt.
  • IEC 60320 Geräteseite: Häufige Kombinationen sind z. B. C13 (für Geräteeingang C14), C15 (für C16), C19 (für C20), C5 (für C6) sowie C7 (für C8). Prüfen Sie die Kennzeichnung am Gerät/Netzteil.
  • Winkelstecker: Sinnvoll bei beengten Einbauverhältnissen (Rack, Wanddose hinter Möbeln) und für definierte Abgangsrichtungen.
  • Offenes Ende: Für OEM-, Anlagen- und Schaltschrankbau (z. B. Einspeisung in Klemmen/Verteiler) – bitte passende Anschluss- und Schutzmaßnahmen im Projekt berücksichtigen.

2) Strom, Querschnitt & Temperatur: technisch sicher planen

Wählen Sie das Kabel passend zur Leistungsaufnahme und zur Einbausituation. Bei höheren Strömen oder längeren Leitungswegen sind größere Querschnitte sinnvoll, um Erwärmung und Spannungsabfall zu reduzieren. Für Anwendungen mit höherer Stromstärke werden typischerweise C19/C20-Kombinationen eingesetzt; Standard-IT arbeitet häufig mit C13/C14.

  • Warmgeräte: Für erhöhte Temperaturanforderungen am Gerätestecker sind passende IEC-Varianten (z. B. C15/C16) erforderlich – C13/C14 ist dazu nicht kompatibel.
  • Material: PVC für Standardumgebungen; LSZH (halogenfrei) für Bereiche mit erhöhten Anforderungen an Rauchgas-/Brandverhalten (z. B. öffentliche Gebäude, RZ-Umgebungen) – abhängig von Ihrer Spezifikation.

3) Länge & Installation: Ordnung im Rack und am Arbeitsplatz

  • So kurz wie möglich, so lang wie nötig: Reduziert Kabelsalat, verbessert Luftführung im Rack und erleichtert Wartung.
  • Farbige Ausführungen: Praktisch für Kennzeichnung (z. B. Stromkreis/USV vs. Netz, Standort, Gerätetyp) – hilfreich im Rollout.
  • Verlängerungen: Schutzkontaktverlängerungen sind sinnvoll, wenn Steckdosen/PDU nicht erreichbar sind – sauberer als „provisorische“ Lösungen.
  • Abgangsrichtung planen: Winkelstecker vermeiden Knickstellen und Konflikte mit Rückwänden oder Kabelkanälen.

4) Projektpraxis für Einkauf & Betrieb

  • Varianten standardisieren: Für Rollouts (z. B. Arbeitsplatz/Filialen) wenige, definierte Längen & Steckertypen festlegen.
  • Reserve einplanen: Ersatzteilstrategie (z. B. 2–5% Reserve) reduziert Stillstand bei Servicefällen.
  • Dokumentation: Artikelnummer, Länge, Steckertyp und Farbe in der Anlagen-/IT-Doku hinterlegen.
  • Sonderbedarf: Bei abweichenden Längen/Farben/Bestückungen sind individuelle Konfektionen möglich (siehe Hinweis unten).
Kurz-Check vor der Bestellung
  • Geräteeingang prüfen (IEC-Kennzeichnung am Gerät/Netzteil) und passende Geräteseite wählen.
  • Schutzleiter erforderlich? (Schuko/3-polig) oder 2-polig ausreichend (Eurostecker) – gemäß Gerätespezifikation.
  • Strom/Leistung & geplante Länge bewerten und passende Ausführung auswählen.
  • Einbausituation: gerade oder 90° gewinkelt, Abgangsrichtung, Platz im Rack/bei Wanddose.
  • Einsatzumgebung: Standardmaterial oder LSZH gemäß Projekt-/Gebäudespezifikation.
Typische Fehler vermeiden
  • IEC verwechseln: C13/C14 ist nicht kompatibel zu C15/C16; C19/C20 ist ein eigenes System.
  • 2-polig vs. 3-polig: Eurostecker nur verwenden, wenn kein Schutzleiter benötigt wird.
  • Zu geringe Ausführung bei hoher Last oder langen Leitungen (Erwärmung/Spannungsabfall beachten).
  • Platzprobleme durch gerade Stecker hinter Möbeln/Rackrückwänden – ggf. Winkelstecker wählen.
  • LSZH-Anforderung im Projekt übersehen (z. B. öffentliche Bereiche) – Spezifikation früh klären.
Mini-FAQ
Woran erkenne ich den richtigen IEC-Steckertyp?
Am Geräteeingang ist der Typ meist gekennzeichnet (z. B. C14, C16, C20). Dazu passt das Netzkabel mit der entsprechenden Geräteseite (z. B. C13 zu C14, C15 zu C16, C19 zu C20, C5 zu C6, C7 zu C8).
Welche Länge ist für Rack- und Arbeitsplatz-Installationen sinnvoll?
Planen Sie die Kabelführung (PDU/Steckdose → Gerät) inklusive Zugentlastung und Reserve für Service. Für saubere Installationen sind kürzere Längen oft vorteilhaft; bei wechselnden Arbeitsplätzen oder Messebau kann mehr Reserve sinnvoll sein.
Wann sind LSZH-Netzkabel die richtige Wahl?
Wenn in Ihrer Spezifikation halogenfreie Leitungen gefordert sind (z. B. öffentliche Einrichtungen, bestimmte RZ-/Gebäudevorgaben). Entscheidend ist die projektseitige Anforderung – im Zweifel Vorgaben des Betreibers/Planers prüfen.
Hinweis zu Sonderanfertigungen
Sonderanfertigungen

Sie benötigen Netzkabel in projektgenauen Längen, definierten Farben oder mit abweichender Steckerbestückung (z. B. Winkel/gerade, IEC-Varianten, offenes Ende)? Über unsere Sonderanfertigungen lassen sich Varianten für Rollouts, Serienbedarf und Ersatzteilkonzepte effizient umsetzen.

Tipp für die Anfrage: gewünschte Länge, Steckertypen (Netz- & Geräteseite), Polzahl/Schutzleiter, Material (z. B. LSZH) und Stückzahl angeben – so erhalten Sie schneller eine passende Umsetzung.

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