LWL zwischen Gebäuden – Outdoor-Glasfaserkabel richtig auswählen und verlegen
Wie verbindet man zwei Gebäude zuverlässig mit einem Netzwerk? Für Büro- und Produktionsgebäude, Lagerhallen, Werkstätten, Nebengebäude oder Technikstandorte ist eine Glasfaserverbindung häufig eine technisch sehr gute Lösung.
LWL überträgt Daten optisch, ermöglicht hohe Bandbreiten über größere Entfernungen und stellt über die Glasfasern selbst keine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Gebäuden her. Für professionelle Campus- und Gebäudeverbindungen bietet MAG vorkonfektionierte DINIC Outdoor-LWL-Kabel mit OM4 Multimode, vier Fasern und LC-Steckern.
Die kurze Antwort: Für eine vorhandene OM3-/OM4-Multimode-Infrastruktur kann ein vorkonfektioniertes OM4 Outdoor-LWL-Kabel mit LC/LC eine sehr praktische Gebäude-zu-Gebäude-Lösung sein. Die DINIC Ausführung besitzt vier Fasern, einen U-DQ(ZN)BH-Aufbau und E-Glasgarn als zusätzliche Nagetierbarriere. Für sehr große Entfernungen oder eine langfristig geplante Singlemode-Infrastruktur sollte dagegen auch OS2 geprüft werden.
Warum LWL statt Kupfer zwischen Gebäuden?
Keine leitende Datenverbindung
Glasfasern übertragen die Daten optisch. Zwischen den aktiven Netzwerkkomponenten entsteht über die Faser selbst keine elektrisch leitende Verbindung.
Unempfindlich gegen EM-Störungen
LWL eignet sich gut für industrielle und technische Umgebungen, weil die optische Übertragung nicht durch elektromagnetische Störfelder wie bei metallischen Datenleitungen beeinflusst wird.
Hohe Bandbreite
OM4 ist eine leistungsfähige Multimode-Faser für moderne Netzwerk-, Backbone- und Uplink-Verbindungen mit passenden optischen Transceivern.
Typische Einsatzbereiche
- Bürogebäude mit Lager- oder Produktionshalle verbinden
- Hauptgebäude und Nebengebäude vernetzen
- Campus- und Werksgelände
- Produktionshalle und Verwaltung
- Werkstatt und Büro
- Technikcontainer und Außenverteiler
- Lager- und Logistikstandorte
- IT-/OT-Verbindungen innerhalb von Industriearealen
- Backbone zwischen Etagen- oder Gebäudeverteilern
- Erweiterung vorhandener OM3-/OM4-Multimode-Netze
In vier Schritten zur passenden Gebäudeverbindung
1 Fasertyp bestimmen
Prüfen, ob die vorhandene Infrastruktur OM3/OM4 Multimode oder OS2 Singlemode verwendet.
2 Transceiver prüfen
Switches, Medienkonverter oder andere aktive Komponenten müssen zur gewählten Faser und zur gewünschten Datenrate passen.
3 Steckertyp bestimmen
Bei den DINIC OM4 Outdoor-Kabeln dieser Serie stehen vorkonfektionierte LC-Anschlüsse zur Verfügung.
4 Verlegeweg messen
Nicht die Luftlinie, sondern den vollständigen Weg durch Technikräume, Schächte, Leerrohre und Gebäudeeinführungen messen.
Beispiel: vorkonfektioniertes DINIC OM4 Outdoor-LWL-Kabel mit vier einzelnen LC-Steckern am Kabelende.
Warum vier LC-Stecker?
Die DINIC Outdoor-Kabel dieser Baureihe enthalten vier OM4-Glasfasern. Am Kabelende stehen entsprechend vier einzelne LC-Stecker zur Verfügung.
Bei klassischen Duplex-Netzwerkverbindungen werden zwei Fasern benötigt – typischerweise eine Faser für Senden und eine für Empfangen. Vier Fasern eröffnen deshalb verschiedene Möglichkeiten:
- 1 Duplex-Link + 2 Reservefasern
- 2 getrennte Duplex-Verbindungen
- Reserve für spätere Erweiterungen
- getrennte Verbindungen für unterschiedliche Systeme
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Vier Fasern sind nicht automatisch eine redundante Verbindung: Befinden sich alle vier Fasern im selben Außenkabel und wird dieses Kabel beschädigt, können alle Fasern gleichzeitig betroffen sein. Für echte Leitungsweg-Redundanz sollten getrennte Kabel auf möglichst unterschiedlichen Trassen vorgesehen werden.
Warum vorkonfektioniertes Outdoor-LWL?
Bei einem vorkonfektionierten LWL-Kabel sind die Glasfaserstecker bereits werkseitig montiert. Für viele klar definierte Gebäudestrecken vereinfacht das die Installation erheblich.
Keine LC-Konfektion vor Ort
Die Steckverbinder sind bereits vorhanden. Eine aufwendige Steckermontage am Einsatzort kann je nach Installationskonzept entfallen.
Schnelle Inbetriebnahme
Nach fachgerechter Verlegung können die einzelnen LC-Stecker direkt auf die vorgesehenen Patchfelder oder optischen Komponenten geführt werden.
Planbarer Installationsaufwand
Vordefinierte Kabellängen erleichtern die Vorbereitung von Gebäude-, Campus- und Industrieprojekten.
OM4 oder OS2 zwischen zwei Gebäuden?
Eine häufige Planungsfrage lautet: Soll die Gebäudeverbindung mit OM4 Multimode oder OS2 Singlemode aufgebaut werden? Die Antwort hängt nicht allein von der Entfernung ab.
| Ausgangssituation |
OM4 Multimode |
OS2 Singlemode |
| Bestehendes OM3-/OM4-Netz |
häufig naheliegende Lösung |
Umstellung der optischen Komponenten prüfen |
| Kurze bis mittlere Strecke |
mit passenden Multimode-Transceivern gut geeignet |
ebenfalls möglich, wenn Singlemode vorgesehen ist |
| Sehr große Distanz |
Reichweitengrenze des verwendeten Ethernet-Standards beachten |
häufig die passendere Lösung |
| Vorhandene Multimode-SFPs |
OM4 entsprechend Transceiver prüfen |
Singlemode benötigt normalerweise andere optische Module |
| Neu geplantes langfristiges Backbone |
Projektanforderungen prüfen |
Singlemode kann strategisch sinnvoll sein |
Welche Reichweite hat OM4 zwischen Gebäuden?
Die maximale Reichweite wird nicht allein durch die Bezeichnung OM4 bestimmt. Entscheidend ist immer die Kombination aus Faser, Netzwerkstandard, Transceiver, Steckverbindungen und dem optischen Dämpfungsbudget.
Ein wichtiges Beispiel ist 10GBASE-SR: Über OM4 sind dabei typischerweise Strecken bis etwa 400 m möglich.
Nicht nur auf „Gbit/s“ achten: Bei höheren Datenraten muss immer der konkrete optische Standard geprüft werden. Beispielsweise verwendet klassisches 40GBASE-SR4 üblicherweise MPO/MTP-Paralleloptik. Ein vorhandenes LC/LC-Kabel ist deshalb nicht automatisch für jeden 40- oder 100-Gbit/s-Transceiver geeignet.
Was bedeutet U-DQ(ZN)BH?
Die DINIC OM4 Outdoor-Kabel verwenden einen U-DQ(ZN)BH-Aufbau. Die Bezeichnung beschreibt wichtige konstruktive Eigenschaften des Kabels.
| Kürzel |
Bedeutung |
Nutzen in der Praxis |
| U |
Universalkabel |
Kabelaufbau für entsprechende Innen-/Außen- bzw. Übergangsanwendungen. |
| D |
Bündelader |
Die Glasfasern befinden sich geschützt innerhalb einer Bündelader. |
| Q |
längswasserdichter Aufbau |
Unterstützt den Schutz gegen eine Längsausbreitung von Feuchtigkeit innerhalb des Kabels. |
| ZN |
nichtmetallische Zugentlastung |
Mechanische Stabilisierung ohne metallische Zugentlastungselemente. |
| B |
nichtmetallischer Schutzaufbau |
Bei dieser DINIC Ausführung wird E-Glasgarn als zusätzliche Nagetierbarriere eingesetzt. |
| H |
halogenfreier Mantel |
Halogenfreie Kabelausführung für professionelle Infrastrukturinstallationen. |
Nagetierschutz mit E-Glasgarn – wofür ist das sinnvoll?
Auf Außenstrecken, in Schächten, Lagerbereichen, Industrieanlagen oder technischen Kabelwegen können Leitungen einem erhöhten Risiko durch Nagetiere ausgesetzt sein. Die DINIC Outdoor-Kabel besitzen deshalb eine E-Glasgarn-Schicht als zusätzliche Barriere.
Der E-Glasgarn-Aufbau unterstützt den mechanischen Schutz des Kabels, ohne hierfür eine metallische Armierung einzusetzen.
Wichtig: Nagetierschutz bedeutet nicht „unter allen Umständen nagetiersicher“. Bei besonders gefährdeten Installationswegen können zusätzliche Kabelschutzrohre oder andere mechanische Schutzmaßnahmen sinnvoll sein.
Outdoor-LWL im Leerrohr verlegen
Für Gebäude-zu-Gebäude-Strecken werden häufig vorhandene oder neu verlegte Leerrohre beziehungsweise Kabelschutzrohre genutzt. Gerade bei einem bereits vorkonfektionierten Kabel ist dabei ein Punkt besonders wichtig: Die empfindlichen LC-Stecker dürfen während des Einziehens nicht ungeschützt durch das Rohr gezogen oder als Zugpunkt verwendet werden.
Wofür ist die LWL-Einzugshilfe?
Die wiederverwendbare DINIC Einzugshilfe ist speziell als mechanisches Hilfsmittel für die Verlegung von vorkonfektionierten LWL-Outdoor-Leitungen in Leerrohren und Kabelschutzrohren vorgesehen.
Sie ist für Leitungs-Außendurchmesser von 6 bis 15 mm geeignet und besitzt einen Außendurchmesser von etwa 40 mm.
Die Einzugshilfe ist insbesondere hilfreich, um:
- die vorkonfektionierten Stecker während des Einziehens zu schützen,
- die Kabelenden kontrolliert durch das Rohr zu führen,
- ein direktes Ziehen an den LC-Steckern zu vermeiden,
- vorkonfektionierte LWL-Leitungen auch bei längeren Rohrwegen besser handhaben zu können,
- die Einzugshilfe bei weiteren Installationen erneut zu verwenden.
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Wiederverwendbare DINIC Einzugshilfe für konfektionierte LWL-Outdoor-Leitungen mit 6–15 mm Leitungsdurchmesser.
Wie groß muss das Leerrohr sein?
Der benötigte Rohrdurchmesser sollte nicht nur anhand des Kabeldurchmessers gewählt werden. Bei vorkonfektionierten Leitungen ist vor allem der Platzbedarf des geschützten Steckerbereichs beziehungsweise der verwendeten Einzugshilfe zu berücksichtigen.
Die DINIC Einzugshilfe besitzt einen Außendurchmesser von ca. 40 mm. Ein vorhandenes Leerrohr muss deshalb einschließlich Bögen, Muffen und Übergängen ausreichend freien Querschnitt für den tatsächlichen Einziehvorgang bieten.
Praxis-Tipp: Vor der Bestellung sollte der komplette Leerrohrweg geprüft werden. Entscheidend ist nicht nur der nominelle Rohrdurchmesser, sondern auch, ob enge Bögen, vorhandene Leitungen, Rohrübergänge oder Verschmutzungen den freien Querschnitt reduzieren.
Biegeradius und Zugbelastung beachten
Glasfaserkabel dürfen weder geknickt noch beliebig eng gebogen oder mit unzulässiger Kraft eingezogen werden. Die konkreten technischen Daten der jeweiligen Leitung sind deshalb vor der Installation zu berücksichtigen.
Bei der 50-m-Ausführung L4-50U-LCLC50A nennt MAG beispielsweise einen Außendurchmesser von ca. 7 mm und einen Biegeradius von ca. 140 mm. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
1 Keine engen Bögen
Mindestbiegeradius des jeweiligen Kabels während der Installation berücksichtigen.
2 Nicht an den Steckern ziehen
Zugbelastung darf nicht unkontrolliert auf die vorkonfektionierten LC-Stecker übertragen werden.
3 Rohrweg vorher prüfen
Bögen, Muffen, vorhandene Leitungen und Engstellen vor dem Einziehen kontrollieren.
4 Temperatur beachten
Die zulässigen Transport-, Installations- und Betriebstemperaturen des jeweiligen Kabels berücksichtigen.
50, 100, 150 oder 200 m – welche Länge brauche ich?
Die DINIC OM4 Outdoor-Serie ist in praxisgerechten Längen für Gebäude- und Campusverbindungen erhältlich. Die Auswahl sollte immer anhand des vollständigen Kabelwegs erfolgen.
Bei der Messung berücksichtigen:
- Strecke vom aktiven Gerät oder Patchfeld bis zur Gebäudeeinführung
- vertikale Kabelwege
- Kabelschächte und Kabeltrassen
- gesamten Leerrohrverlauf zwischen den Gebäuden
- Einführung in das Zielgebäude
- Weg bis zum dortigen Verteiler
- eine kontrollierte Installations- und Rangierreserve
Nicht nur die Entfernung zwischen den Fassaden messen. Eine Luftlinie von beispielsweise 70 m kann durch Gebäudeführung, Steigwege und Rangierreserve schnell einen deutlich längeren tatsächlichen Kabelweg ergeben.
Kann Outdoor-LWL direkt in die Erde gelegt werden?
„Outdoor“ ist nicht automatisch gleichbedeutend mit „für jede direkte Erdverlegung freigegeben“. Bei einer direkten Erdverlegung spielen zusätzliche Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Feuchtigkeit, Druckbelastung, mechanischer Schutz und projektspezifische Anforderungen eine Rolle.
Für typische Gebäudeverbindungen über vorbereitete Kabelschutz- beziehungsweise Leerrohre sind Outdoor-Universalkabel eine praktische Lösung. Soll ein Kabel ohne Schutzrohr direkt im Erdreich liegen, sollte die konkrete Eignung der vorgesehenen Kabelkonstruktion ausdrücklich geprüft werden.
LC/LC – wie wird das Kabel angeschlossen?
Die DINIC OM4 Outdoor-Kabel dieser Serie sind mit einzelnen LC-Steckern vorkonfektioniert. Die Stecker können beispielsweise auf LC-Kupplungen im Patchfeld geführt und anschließend mit kurzen Patchkabeln zum Switch beziehungsweise Transceiver verbunden werden.
Alternativ kann die Verbindung – sofern Installation, Zugentlastung und aktive Schnittstelle dies vorsehen – direkt zu geeigneten optischen Komponenten geführt werden.
LC beschreibt nur den Steckertyp. Ob eine Leitung Multimode oder Singlemode ist, ergibt sich daraus nicht. Diese Outdoor-Serie verwendet OM4 Multimode 50/125 µm. Passende Transceiver müssen ebenfalls für die eingesetzte Multimode-Technik ausgelegt sein.
Wann ist diese OM4-Lösung besonders sinnvoll?
Vorhandenes OM4-Netz
Wenn Gebäude und Switch-Infrastruktur bereits mit OM3/OM4-Multimode-Technik arbeiten.
Planbare Strecke
Wenn der Kabelweg vor der Installation bekannt ist und eine passende vorkonfektionierte Länge gewählt werden kann.
LC-Infrastruktur
Wenn Patchfelder, Kupplungen oder optische Komponenten mit LC-Schnittstellen eingesetzt werden.
Reservefasern erwünscht
Wenn neben einer aktiven Duplex-Verbindung zwei zusätzliche Fasern für spätere Erweiterungen verfügbar bleiben sollen.
Industrie und Campus
Wenn ein robuster, metallfreier Outdoor-Aufbau für technische Kabelwege und Gebäudeverbindungen benötigt wird.
Installation ohne Spleißen
Wenn eine vorkonfektionierte Lösung den Montage- und Inbetriebnahmeaufwand vor Ort reduzieren soll.
Häufige Fragen: LWL zwischen Gebäuden
Warum sollte man zwei Gebäude mit Glasfaser verbinden?
Glasfaser ermöglicht hohe Datenraten und größere Entfernungen, ist unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störungen und stellt über die Faser selbst keine elektrisch leitende Datenverbindung zwischen den Gebäuden her.
Welche Glasfaser eignet sich für Gebäude-zu-Gebäude?
Das hängt von Entfernung, vorhandener Netzwerkinfrastruktur und den eingesetzten Transceivern ab. Bei einer bestehenden OM3-/OM4-Multimode-Infrastruktur kann OM4 sinnvoll sein. Bei sehr großen Entfernungen oder einer langfristigen Singlemode-Planung sollte OS2 geprüft werden.
Warum hat das DINIC Outdoor-Kabel vier Fasern?
Vier Fasern ermöglichen beispielsweise eine Duplex-Netzwerkverbindung mit zwei zusätzlichen Reservefasern oder zwei separate Duplex-Verbindungen innerhalb desselben Kabels.
Sind vier Fasern eine redundante Verbindung?
Nicht im Sinne einer getrennten Leitungsweg-Redundanz. Alle vier Fasern befinden sich im selben Kabel. Für echte Trassenredundanz sollten separate Kabelwege vorgesehen werden.
Was bedeutet 4G bei einem LWL-Kabel?
4G bezeichnet vier Gradientenfasern. Bei dieser DINIC Ausführung handelt es sich um vier OM4-Multimode-Fasern.
Wofür brauche ich die LWL-Einzugshilfe?
Die Einzugshilfe unterstützt das kontrollierte Einziehen vorkonfektionierter LWL-Outdoor-Kabel in Leer- und Kabelschutzrohre. Sie schützt beziehungsweise führt den vorkonfektionierten Kabelbereich und hilft dabei, direkte Zugbelastungen auf die LC-Stecker zu vermeiden.
Welche Kabel passen in die DINIC Einzugshilfe?
Die Einzugshilfe ist für Leitungen mit einem Außendurchmesser von 6 bis 15 mm vorgesehen. Ihr eigener Außendurchmesser beträgt etwa 40 mm, was bei der Dimensionierung des Leerrohrs berücksichtigt werden muss.
Kann ich das Kabel durch ein Leerrohr ziehen?
Ja, geeignete Leer- und Kabelschutzrohre sind typische Installationswege. Rohrquerschnitt, Bögen, Biegeradius, Zugbelastung und mögliche Engstellen müssen vor dem Einziehen geprüft werden.
Darf ich am LC-Stecker ziehen?
Die vorkonfektionierten Steckverbinder sollten nicht als Zugpunkt verwendet werden. Beim Einziehen sollten die Kabelenden geschützt und Zugkräfte kontrolliert in die dafür geeigneten Kabelbereiche eingeleitet werden.
Ist das OM4 Outdoor-Kabel für 10 Gigabit geeignet?
Mit passenden 10GBASE-SR-Multimode-Transceivern unterstützt OM4 typischerweise Strecken bis etwa 400 m. Die tatsächlich zulässige Strecke hängt zusätzlich von Steckstellen und dem optischen Dämpfungsbudget ab.
Kann ich OM4 und OM3 miteinander verbinden?
OM3 und OM4 sind beide 50/125-µm-Multimode-Fasern und können grundsätzlich innerhalb einer Multimode-Strecke gekoppelt werden. Bei einer gemischten Installation sollte die Leistungsplanung nach dem schwächsten Streckenabschnitt erfolgen.
Kann das Outdoor-Kabel direkt im Erdreich verlegt werden?
Die Bezeichnung Outdoor allein ist keine pauschale Freigabe für jede direkte Erdverlegung. Für eine ungeschützte Erdverlegung müssen die dafür vorgesehenen Kabel- und Installationsanforderungen projektspezifisch geprüft werden.
Was ist der Vorteil eines vorkonfektionierten LWL-Kabels?
Die LC-Stecker sind bereits montiert. Dadurch kann bei passenden Installationsbedingungen die zeit- und ausrüstungsintensive Steckerkonfektion beziehungsweise das Spleißen vor Ort reduziert oder vermieden werden.
Gebäude mit DINIC OM4 Outdoor-LWL verbinden
Vorkonfektionierte 4-Faser-LC/LC-Kabel für professionelle Campus-, Gebäude- und Infrastrukturverbindungen – ergänzt durch passende Einzugshilfe und technische Auswahlratgeber.