MAG Kundeninformation

Informationen zur Preisentwicklung

Warum sich Einkaufspreise bei Kabeln, Adaptern und Zubehör verändern können und weshalb Kostenentwicklungen bei einzelnen Artikeln teilweise erst mit erheblicher Verzögerung sichtbar werden.

Preisänderungen sind für niemanden angenehm. Deshalb möchten wir transparent und verständlich erläutern, wie sich die Kosten unserer Produkte zusammensetzen und warum sich einzelne Artikelpreise im Laufe der Zeit verändern können.

Unser Ziel ist es, Preise möglichst stabil und nachvollziehbar zu halten. Bestehende Lagerbestände sowie bereits früher beschaffte Materialien und Komponenten helfen dabei häufig, Kostenveränderungen zunächst abzufedern.

Rohstoffe Kupfer, Kunststoff und Komponenten
Produktion Fertigung und Qualitätskontrolle
Transport Fracht, Wege und Lieferzeit
MAG Lager Bestand und Lieferung aus Deutschland
i
Preisänderungen werden häufig erst Monate später sichtbar

Ein heute verfügbarer Artikel kann noch aus einer Produktionscharge stammen, deren Rohstoffe, Komponenten und Verpackungen bereits viele Monate zuvor zu anderen Konditionen eingekauft wurden. Dadurch kann ein Artikel lange zu einem stabilen Preis verfügbar sein, obwohl sich die Kosten einer Wiederbeschaffung inzwischen bereits verändert haben.

Was beeinflusst den Preis eines Kabels oder Adapters?

Bei unseren Produkten wirken verschiedene Kostenbestandteile zusammen.

Rohstoffe

Kupfer ist einer der wichtigsten Bestandteile vieler Kabel. Hinzu kommen Kunststoffe, PVC, Metalle, Kontakte und weitere Materialien. Besonders bei Kabeln mit größeren Leiterquerschnitten oder hohem Kupferanteil können Veränderungen der Rohstoffpreise einen erheblichen Einfluss auf die Herstellungskosten haben.

Produktion und Löhne

Auch an internationalen Produktionsstandorten verändern sich Lohn, Sozial, Energie und Produktionskosten. Zusätzlich entstehen Aufwendungen für Qualitätskontrollen, Prüfungen, Zertifizierungen und Dokumentationen.

Verpackungen

Neue und weiterentwickelte Anforderungen an Verpackungen betreffen Materialien, Recyclingfähigkeit, Kennzeichnung und Dokumentation. Neben dem eigentlichen Verpackungsmaterial entstehen dadurch Kosten für Entwicklung, Umstellung und Verwaltung.

Fracht und Logistik

Internationale Frachtraten können deutlich schwanken. Veränderte oder gefährdete Handelswege, Umleitungen, zusätzliche Versicherungen und längere Transportstrecken beeinflussen die tatsächlichen Logistikkosten.

Wechselkurse

Bei internationaler Beschaffung spielt auch die Entwicklung der Wechselkurse eine wichtige Rolle. Selbst bei unveränderten Produktionskosten kann sich dadurch der tatsächliche Einkaufspreis eines Produktes verändern.

Internationale Rahmenbedingungen

Politische Konflikte und Störungen internationaler Handelswege können Rohstoffversorgung, Energie, Versicherungen, Transportkapazitäten und Lieferzeiten beeinflussen. Dadurch können mehrere Kostenbereiche gleichzeitig betroffen sein.

Aktuelles Beispiel

Veränderungen der Produktionskosten in China

China verfügt nicht über einen landesweit einheitlichen Mindestlohn. Die Mindestlöhne werden regional festgelegt und regelmäßig angepasst. In der wirtschaftlich und industriell besonders bedeutenden Provinz Guangdong werden die Mindestlöhne zum 1. September 2026 erneut erhöht. Unter anderem steigt der monatliche Mindestlohn in Shenzhen von 2.520 auf 2.700 RMB und in Dongguan von 2.080 auf 2.300 RMB.

Der gesetzliche Mindestlohn entspricht nicht automatisch dem tatsächlichen Lohn aller Beschäftigten einer Fabrik. Solche Anpassungen wirken jedoch auf das allgemeine Lohnniveau, auf Zulieferer und auf weitere Personalkosten. Sie sind damit ein aktuelles Beispiel dafür, dass sich Produktionskosten an wichtigen Fertigungsstandorten kontinuierlich weiterentwickeln.

Wie Lagerbestände Preisänderungen zunächst abfedern

Bestehende Bestände können dafür sorgen, dass veränderte Beschaffungskosten erst deutlich später sichtbar werden.

Für die tatsächliche Kalkulation ist wichtig, dass sich innerhalb der Lieferkette Bestände auf mehreren Ebenen befinden. Eine heute produzierte Ware besteht deshalb nicht zwangsläufig ausschließlich aus Rohstoffen und Komponenten, die zu heutigen Preisen eingekauft wurden.

Lagerware bei MAG Fertige Produkte in unserem Lager in Deutschland können aus früheren Produktionschargen stammen.
Bestände beim Hersteller Auch beim Hersteller können fertige Produkte oder Halbfertigwaren bereits vorhanden sein.
Kupfer und Rohstoffe Rohstoffe können bereits Wochen oder Monate zuvor zu früheren Konditionen eingekauft worden sein.
Kunststoffe und Isolation Kunststoffe, PVC und Isolationsmaterialien werden teilweise ebenfalls auf Vorrat beschafft.
Stecker und Komponenten Kontakte, Stecker, Gehäuse und andere Bauteile können noch aus bestehenden Beständen stammen.
Verpackungsmaterial Kartons, Beutel, Etiketten und weitere Verpackungsmaterialien werden ebenfalls teilweise im Voraus beschafft.

Solange beim Hersteller beispielsweise noch Kupfer, Kunststoff, Stecker oder andere Komponenten aus früheren Beständen verarbeitet werden, können diese früheren Einkaufskonditionen weiterhin in die Herstellung einfließen.

Sind diese Bestände aufgebraucht, müssen die benötigten Rohstoffe und Komponenten zu den inzwischen aktuellen Konditionen neu beschafft werden. Dadurch kann sich der Herstellungspreis einer nachfolgenden Charge deutlich verändern, obwohl das Produkt technisch unverändert geblieben ist.

Dieser Effekt betrifft somit nicht nur unsere Lagerware in Deutschland. Auch Rohstoff und Komponentenbestände beim Hersteller können dazu beitragen, dass Kostenveränderungen erst deutlich später im Preis des fertigen Produktes sichtbar werden.

Warum kann eine neue Produktionscharge deutlich teurer sein?

Bei vielen Produkten liegen zwischen Planung und Wareneingang mehrere Monate.

Bei vielen unserer Produkte liegen zwischen Produktionsplanung, Bestellung, Herstellung, Qualitätskontrolle, Transport und Wareneingang in unserem Lager in Deutschland fünf bis sechs Monate oder teilweise noch länger.

Ein Artikel kann deshalb über einen langen Zeitraum zu einem stabilen Preis angeboten werden, obwohl sich die Kosten für eine neue Produktion inzwischen bereits verändert haben.

Bei einer neuen Produktionscharge können erstmals mehrere Veränderungen gleichzeitig zusammenkommen:
  • höhere Kupfer und Rohstoffpreise
  • teurer neu beschaffte Komponenten
  • veränderte Produktions und Lohnkosten
  • höhere Kosten für Verpackung und Dokumentation
  • veränderte Wechselkurse
  • höhere Fracht und Versicherungskosten
  • längere oder veränderte Transportwege
  • zusätzliche Anforderungen innerhalb der Lieferkette

Wenn beispielsweise früher eingekauftes Kupfer und vorhandene Komponenten beim Hersteller aufgebraucht sind, gleichzeitig neue Lohnkosten gelten und sich zusätzlich Fracht, Wechselkurse oder Verpackungskosten verändert haben, treffen mehrere Entwicklungen erstmals gemeinsam auf dieselbe Produktionscharge.

Eine deutlichere Preisanpassung entsteht deshalb häufig nicht durch eine einzelne kurzfristige Verteuerung. Vielmehr können sich verschiedene Kostenentwicklungen über Monate aufgebaut haben und erst mit einer neuen Warenlieferung gemeinsam in der Kalkulation sichtbar werden.

Wie dieser zeitliche Effekt entsteht

Vereinfacht dargestellt vom Materialeinkauf bis zur neuen Ware in unserem Lager.

1
Materialbestand Der Hersteller verarbeitet noch Rohstoffe und Komponenten, die zu früheren Konditionen eingekauft wurden.
2
Produktion Die Ware kann dadurch noch zu vergleichsweise günstigen Konditionen hergestellt werden.
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Lager bei MAG Diese Produktionscharge wird anschließend teilweise über viele Monate aus unserem Bestand verkauft.
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Neue Beschaffung Rohstoffe, Komponenten, Löhne, Verpackung und Fracht gelten nun zu den aktuellen Konditionen.
5
Neue Charge Erst jetzt werden die zwischenzeitlichen Kostenveränderungen im neuen Einkaufspreis sichtbar.

Wie wir Preisänderungen möglichst lange abfedern

Unser Ziel sind möglichst stabile und nachvollziehbare Konditionen.

Bestehende Lagerbestände ermöglichen es uns häufig, Artikel noch zu früheren Konditionen anzubieten, obwohl sich einzelne Beschaffungskosten bereits verändert haben.

Auch bei unseren Herstellern können noch Rohstoffe und Komponenten vorhanden sein, die zu früheren Preisen eingekauft wurden. Dadurch werden Kostensteigerungen teilweise erst mit erheblicher Verzögerung sichtbar.

Für unsere Kunden bedeutet das, dass kurzfristige Marktbewegungen nicht automatisch sofort zu einer Anpassung des Verkaufspreises führen. Wenn jedoch eine neue Produktionscharge vollständig zu den inzwischen geltenden Konditionen hergestellt und beschafft werden muss, kann eine notwendige Anpassung deutlicher ausfallen.

Warum sich die weitere Preisentwicklung nicht sicher vorhersagen lässt

Eine einzelne Marktbewegung sagt noch wenig über den späteren Gesamtpreis eines Produktes aus.

Einzelne Kostenfaktoren können zeitweise steigen, fallen oder sich stabilisieren. Eine günstigere Entwicklung bei einem Rohstoff bedeutet jedoch nicht automatisch niedrigere Gesamtkosten.

Niedrigere Kosten in einem Bereich können gleichzeitig durch höhere Produktionskosten, Löhne, Verpackung, Fracht, Wechselkurse oder andere Aufwendungen ausgeglichen werden.

Hinzu kommt der zeitliche Versatz innerhalb der Lieferkette. Rohstoffe, Komponenten und fertige Produkte können zu ganz unterschiedlichen Zeitpunkten eingekauft worden sein. Eine heutige Veränderung an einem Rohstoffmarkt sagt deshalb nur begrenzt etwas über die tatsächlichen Kosten einer Produktionscharge aus, die erst mehrere Monate später in unserem Lager eintrifft.

Auch wenn einzelne Kostenfaktoren zu einem späteren Zeitpunkt wieder günstiger werden, ergibt sich daraus nicht automatisch eine entsprechende Senkung des Artikelpreises. Aus einzelnen Marktbewegungen lässt sich deshalb keine bestimmte zukünftige Preisentwicklung ableiten oder zusagen.

Unser Anspruch bleibt unverändert

Zuverlässige Produkte, marktgerechte Preise und eine möglichst hohe Lieferfähigkeit. Unsere Kalkulation orientiert sich an den tatsächlichen Beschaffungs, Produktions und Logistikkosten.

Bestehende Bestände nutzen wir soweit möglich, um kurzfristige Kostenveränderungen abzufedern und unseren Kunden möglichst stabile Konditionen anzubieten. Größere Preisänderungen bei einzelnen Artikeln entstehen deshalb häufig durch mehrere Entwicklungen, die erst mit einer neuen Produktionscharge gleichzeitig sichtbar werden, und nicht durch eine entsprechende Veränderung unserer Handelsspanne.

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