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Ratgeber zur sicheren IEC-Stromverbindung
Wie kann ich verhindern, dass ein Netzkabel versehentlich herausgezogen wird?
Ein unbeabsichtigt gelöstes Netzkabel kann bei Servern, Netzwerkkomponenten, Storage-Systemen, PDUs, USV-Anlagen, Industrie-PCs oder anderen elektrischen Geräten zu einer sofortigen Unterbrechung der Stromversorgung führen. Besonders in dicht verkabelten Racks können Zug am Kabel, Wartungsarbeiten, Bewegungen oder Vibrationen eine Steckverbindung zusätzlich belasten.
Kurz erklärt: Netzkabel mit IEC-60320-Steckverbindungen lassen sich auf unterschiedliche Weise gegen unbeabsichtigtes Lösen sichern. Eine besonders einfache Möglichkeit sind SecureSleeve Aufsteckhülsen für C13, C14, C19 und C20. Sie werden auf einen vorhandenen Steckverbinder aufgesetzt und erhöhen dessen Haltekraft. Alternativ stehen IEC-LOCK Steckverbinder mit mechanischer Verriegelung sowie geräteabhängige Sicherungssysteme zur Verfügung.
Welche Variante passt, hängt davon ab, welchen IEC-Steckverbinder Sie verwenden, ob das vorhandene Kabel weitergenutzt werden soll und ob eine erhöhte Haltekraft oder eine echte mechanische Verriegelung gewünscht ist.
Warum können sich Kaltgerätekabel und IEC-Netzkabel unbeabsichtigt lösen?
IEC-Stromverbindungen werden im Alltag häufig über viele Jahre zuverlässig eingesetzt. In Serverracks, Technikräumen, Produktionsanlagen oder mobilen Installationen können jedoch zusätzliche mechanische Belastungen auftreten. Dabei muss das Kabel nicht bewusst herausgezogen werden – bereits eine ungünstige Kombination aus Zug, Bewegung oder Wartungsarbeiten kann die Steckverbindung belasten.
Zug am Kabel
Kabelgewicht, eine zu straffe Kabelführung oder das Verschieben von Leitungen kann Zug direkt auf den Steckverbinder übertragen.
Vibration und Bewegung
In Racks, Maschinen, Industrieanlagen oder mobilen Anwendungen können wiederkehrende Bewegungen die Steckverbindung mechanisch beanspruchen.
Service und Wartung
Beim Austausch benachbarter Geräte oder Leitungen kann ein Netzkabel versehentlich berührt, bewegt oder mitgezogen werden.
Besonders relevant: Server, Switches, Storage-Systeme, Router, PDUs, USV-Anlagen, Schaltschränke, Industrie-PCs, AV-Racks und andere Anwendungen, bei denen eine unbeabsichtigte Unterbrechung der Stromversorgung vermieden werden soll.
Welche Möglichkeiten gibt es, ein Netzkabel gegen Herausziehen zu sichern?
Einfach nachrüstbar
1. SecureSleeve Aufsteckhülse
Eine SecureSleeve Aufsteckhülse wird auf den vorhandenen IEC-Steckverbinder geschoben. Sie erhöht die Haltekraft zwischen Steckverbinder und Gegenstelle.
Der Vorteil: In vielen Fällen muss das vorhandene Netzkabel nicht ersetzt werden.
- für C13, C14, C19 und C20 erhältlich
- werkzeuglos nachrüstbar
- vorhandenes Kabel kann weiterverwendet werden
- erhöht die Haltekraft der Steckverbindung
- sehr geringes zusätzliches Gewicht
- Farbvarianten je nach Ausführung erhältlich
Mechanische Verriegelung
2. IEC-LOCK Steckverbinder
Bei IEC-LOCK befindet sich die Verriegelungsmechanik direkt im Steckverbinder. Dadurch wird die Verbindung nicht nur durch erhöhte Reibung gehalten, sondern mechanisch gegen unbeabsichtigtes Trennen gesichert.
- integrierte Verriegelungsmechanik
- für professionelle IT- und Industrieanwendungen
- C13-Ausführung passend zu C14-Geräteeinlässen
- C19-Ausführung passend zu C20-Geräteeinlässen
- montierbare und wiederverdrahtbare Lösungen
Geräteabhängig Symbolbild: beispielhafte geräteseitige Kabelsicherung
3. Sicherungsbügel oder Kabelhalter
Manche Geräte, PDUs oder Stromverteiler besitzen eine eigene mechanische Vorrichtung, mit der das angeschlossene Kabel zusätzlich gehalten wird.
- direkte mechanische Sicherung am Gerät möglich
- je nach Konstruktion sehr wirksam
- häufig geräte- oder systemspezifisch
- nicht immer nachträglich montierbar
Aufsteckhülsen für C13, C14, C19 und C20 – welche brauche ich?
Die SecureSleeve Aufsteckhülse wird passend zu dem Steckverbinder ausgewählt, auf den sie aufgesetzt wird. Deshalb gibt es unterschiedliche Ausführungen für IEC 60320 C13, C14, C19 und C20.
Die beiden häufigen Verbindungspaare sind C13 mit C14 sowie C19 mit C20. Je nachdem, auf welcher Kabelseite die zusätzliche Haltekraft benötigt wird, wird die entsprechende SecureSleeve-Ausführung verwendet.
IEC 60320 C13
C13 Aufsteckhülse
Für Kabel mit IEC-60320-C13-Kupplung. Typische Gegenstelle ist ein C14-Geräteeinlass.
Typische Anwendungen sind Server, PCs, Netzwerkgeräte und andere IT-Komponenten.
SecureSleeve C13 ansehen →
IEC 60320 C14
C14 Aufsteckhülse
Für Kabel mit IEC-60320-C14-Steckverbinder. Typische Gegenstelle ist eine C13-Buchse, beispielsweise an einer PDU oder USV.
Besonders interessant bei C13/C14- Verlängerungsleitungen im Rack.
SecureSleeve C14 ansehen →
IEC 60320 C19
C19 Aufsteckhülse
Für Kabel mit IEC-60320-C19-Kupplung. Typische Gegenstelle ist ein C20-Geräteeinlass.
C19/C20-Verbindungen werden häufig bei leistungsstärkeren IT- und Stromverteilungs- Anwendungen eingesetzt.
SecureSleeve C19 ansehen →
IEC 60320 C20
C20 Aufsteckhülse
Für Kabel mit IEC-60320-C20-Steckverbinder. Typische Gegenstelle ist eine C19-Buchse.
Geeignet zur Sicherung entsprechender C19/C20-Stromverbindungen in Rack-, PDU- und Industrieumgebungen.
SecureSleeve C20 ansehen →| SecureSleeve | Wird aufgesetzt auf | Typische Gegenstelle | Beispielanwendung |
|---|---|---|---|
| C13 | C13-Kupplung am Kabel | C14-Geräteeinlass | Server, PC, Switch, Storage |
| C14 | C14-Steckverbinder am Kabel | C13-Buchse | PDU, USV, C13/C14-Verlängerung |
| C19 | C19-Kupplung am Kabel | C20-Geräteeinlass | leistungsstärkere IT-Geräte, PDU, USV |
| C20 | C20-Steckverbinder am Kabel | C19-Buchse | PDU- und Stromverteilungsanwendungen |
Wichtig bei der Auswahl: Die Bezeichnung der Aufsteckhülse richtet sich nach dem Steckverbinder, auf den sie aufgesetzt wird. Eine C13-Hülse gehört auf C13, eine C14-Hülse auf C14, eine C19-Hülse auf C19 und eine C20-Hülse auf C20.
Zwei Funktionen mit einem Zubehörteil
Zusätzlicher Vorteil: Netzkabel sichern und gleichzeitig farblich kennzeichnen
Farbige SecureSleeve Aufsteckhülsen können neben der erhöhten Haltekraft eine zweite praktische Aufgabe übernehmen: die eindeutige optische Zuordnung einer Stromverbindung.
Gerade in Serverracks, Rechenzentren, Technikräumen und Schaltschränken befinden sich häufig zahlreiche ähnlich aussehende Stromleitungen dicht nebeneinander. Eine Farbcodierung direkt am Steckverbinder kann die Zuordnung bei Installation, Wartung und Fehlersuche erleichtern.
Blau
Beispiel: Strompfad A
Beispiel: Strompfad A
Rot
Beispiel: Strompfad B
Beispiel: Strompfad B
Gelb
Beispiel: Sonderversorgung
Beispiel: Sonderversorgung
Schwarz
Beispiel: Standardversorgung
Beispiel: Standardversorgung
Typische Möglichkeiten zur Farbkennzeichnung
| Anwendung | Mögliche Kennzeichnung | Praktischer Nutzen |
|---|---|---|
| Redundante Stromversorgung | unterschiedliche Farben für PDU A und PDU B | schnellere Zuordnung der Versorgungswege |
| Gerätegruppen | Farbe je Server-, Netzwerk- oder Gerätegruppe | übersichtlichere Wartung und Dokumentation |
| Priorisierte Verbraucher | auffällige Farbe für besonders wichtige Anschlüsse | geringeres Risiko einer Verwechslung bei Servicearbeiten |
| Rack- oder Schrankzuordnung | Farbcode je Bereich oder Installation | leichtere optische Orientierung |
Hinweis zur Farbcodierung: Die genannten Farbzuordnungen sind Beispiele und keine allgemein verbindliche Farbnorm. Das verwendete Kennzeichnungssystem sollte innerhalb der Installation eindeutig festgelegt und dokumentiert werden. Die verfügbaren Farben können je nach SecureSleeve-Ausführung unterschiedlich sein.
Farben und Ausführungen ansehen
SecureSleeve oder IEC-LOCK – was ist der Unterschied?
Beide Systeme verfolgen dasselbe grundsätzliche Ziel: Eine IEC-Stromverbindung soll sich nicht unbeabsichtigt lösen. Technisch arbeiten die Systeme jedoch unterschiedlich.
| Kriterium | SecureSleeve | IEC-LOCK | Geräteseitiger Halter |
|---|---|---|---|
| Funktionsprinzip | erhöhte Haltekraft | mechanische Verriegelung | mechanische Fixierung |
| Vorhandenes Kabel weiterverwenden | Ja | abhängig von der Ausführung | meist ja |
| Werkzeuglose Nachrüstung | Ja | bei montierbaren Steckverbindern nein | systemabhängig |
| Ausführungen C13 / C14 / C19 / C20 | Ja | C13 und C19 im MAG Sortiment | systemabhängig |
| Farbkennzeichnung | Je nach Ausführung | nicht Hauptfunktion | systemabhängig |
| Geeignet zur einfachen Nachrüstung | Sehr gut | Gut bei geplantem Kabelaufbau | unterschiedlich |
Welche Lösung passt zu meiner Anwendung?
Vorhandene Netzkabel weiterverwenden?
SecureSleeve prüfen. Die Hülse wird auf den vorhandenen C13-, C14-, C19- oder C20-Steckverbinder aufgesetzt.
Mechanische Verriegelung gewünscht?
IEC-LOCK prüfen. Die Verriegelung ist direkt im Steckverbinder integriert.
Strompfad A und B unterscheiden?
Farbige SecureSleeves prüfen. Die Sicherung kann gleichzeitig als optische Kennzeichnung verwendet werden.
C19/C20-Hochlastverbindung?
C19- oder C20-SecureSleeve bzw. IEC-LOCK C19 prüfen. Die Auswahl richtet sich nach dem tatsächlich vorhandenen Steckverbinder und der gewünschten Sicherungsart.
IEC-LOCK für C13/C14 und C19/C20
Wenn eine mechanische Verriegelung direkt im Steckverbinder gewünscht ist, bietet DINIC entsprechende IEC-LOCK Lösungen. Die C13-Ausführung ist für C14-Geräteeinlässe vorgesehen; für leistungsstärkere Verbindungen steht eine C19-Ausführung für C20-Geräteeinlässe zur Verfügung.
IEC-LOCK C13
Montierbarer und wiederverdrahtbarer C13-Steckverbinder mit integrierter Verriegelung für C14-Geräteeinlässe.
IEC-LOCK C13 ansehen →
IEC-LOCK C19
Montierbarer C19-Steckverbinder mit integrierter Verriegelungsmechanik für C20-Geräteeinlässe.
IEC-LOCK C19 ansehen →SecureSleeve oder IEC-LOCK?
SecureSleeve eignet sich besonders, wenn ein vorhandenes Kabel einfach nachgerüstet werden soll.
IEC-LOCK ist interessant, wenn eine Verriegelung Bestandteil des Steckverbinders sein soll.
Entscheidend sind vorhandener Anschluss, gewünschte Sicherungswirkung und die jeweilige Anwendung.
Netzkabel richtig verlegen: Zug am Anschluss möglichst vermeiden
Eine Aufsteckhülse oder Verriegelung ist nur ein Teil einer zuverlässigen Installation. Auch die Kabelführung sollte so ausgelegt werden, dass möglichst wenig mechanische Belastung auf dem Geräteanschluss liegt.
Ausreichend Kabellänge
Das Netzkabel sollte nicht unter dauerhafter Zugspannung zwischen PDU und Gerät verlegt werden.
Kabel sinnvoll führen
Kabelwege und Kabelmanagement sollten verhindern, dass das Gewicht mehrerer Leitungen auf einzelnen Steckverbindungen lastet.
Anschlüsse kennzeichnen
Eine eindeutige Kennzeichnung reduziert bei Wartungsarbeiten das Risiko, versehentlich die falsche Leitung zu bewegen.
Sicherheitshinweis: Beschädigte Stecker, Kupplungen oder Leitungen sollten nicht durch zusätzliche Sicherungen weiterverwendet werden. Vor Arbeiten an elektrischen Anlagen sind die jeweils geltenden Sicherheits-, Installations- und Herstellervorgaben zu beachten.
Häufige Fragen zum Sichern von IEC-Netzkabeln
Wie kann ich verhindern, dass ein C13-Netzkabel versehentlich herausgezogen wird?
Eine einfache Möglichkeit ist eine SecureSleeve Aufsteckhülse für C13. Sie wird auf die vorhandene C13-Kupplung aufgesetzt und erhöht die Haltekraft in der C14-Gegenstelle. Alternativ kann ein C13-IEC-LOCK Steckverbinder mit mechanischer Verriegelung verwendet werden.
Gibt es SecureSleeve Aufsteckhülsen nur für C13?
Nein. Im DINIC Sortiment sind SecureSleeve Aufsteckhülsen für IEC 60320 C13, C14, C19 und C20 erhältlich. Die Hülse muss passend zu dem Steckverbinder ausgewählt werden, auf den sie aufgesetzt wird.
Was ist der Unterschied zwischen einer C13- und einer C14-Aufsteckhülse?
Die C13-Aufsteckhülse wird auf eine C13-Kupplung gesetzt, die üblicherweise mit einem C14-Geräteeinlass verbunden wird. Die C14-Aufsteckhülse sitzt dagegen auf einem C14-Steckverbinder, beispielsweise an einer C13/C14-Verlängerungsleitung zur Verbindung mit einer C13-Buchse einer PDU oder USV.
Wofür werden C19- und C20-Aufsteckhülsen verwendet?
C19 und C20 werden häufig bei leistungsstärkeren IEC-Stromverbindungen eingesetzt. Die C19-SecureSleeve wird auf eine C19-Kupplung gesetzt, die typischerweise mit einem C20-Geräteeinlass verbunden wird. Die C20-Ausführung ist für einen C20-Steckverbinder vorgesehen.
Muss ich für eine SecureSleeve Aufsteckhülse das Netzkabel austauschen?
In der Regel nein. Der wesentliche Vorteil der SecureSleeve-Lösung besteht darin, dass sie auf den passenden vorhandenen Steckverbinder aufgesetzt werden kann. Dadurch eignet sie sich besonders zur Nachrüstung bestehender Installationen.
Ist eine SecureSleeve Aufsteckhülse eine Verriegelung?
SecureSleeve und IEC-LOCK arbeiten unterschiedlich. SecureSleeve erhöht die Haltekraft der Steckverbindung. IEC-LOCK besitzt dagegen eine integrierte mechanische Verriegelungsfunktion. Welche Lösung sinnvoller ist, hängt von der Anwendung ab.
Benötigt IEC-LOCK C13 einen speziellen C14-Geräteeinlass?
Die im DINIC Sortiment angebotene montierbare IEC-LOCK-C13-Ausführung ist für IEC-60320-C14-Geräteeinlässe vorgesehen. Dadurch kann die Verriegelung an entsprechenden C14-Geräteanschlüssen eingesetzt werden.
Kann ich farbige Aufsteckhülsen zur Kennzeichnung von PDU A und PDU B verwenden?
Ja. Farbige SecureSleeves können zusätzlich zur mechanischen Funktion zur optischen Unterscheidung redundanter Strompfade, Gerätegruppen oder anderer definierter Versorgungsbereiche genutzt werden. Die interne Farblogik sollte eindeutig dokumentiert werden.
Welche Aufsteckhülse brauche ich für mein Kabel?
Prüfen Sie den IEC-Steckverbinder direkt am Kabel. Für C13 wird eine C13-Hülse, für C14 eine C14-Hülse, für C19 eine C19-Hülse und für C20 eine C20-Hülse benötigt. Entscheidend ist nicht nur die Gegenstelle, sondern der Steckverbinder, auf dem die SecureSleeve sitzt.
Aufsteckhülse oder Verriegelung für Ihre IEC-Stromverbindung auswählen
Mit SecureSleeve Aufsteckhülsen für C13, C14, C19 und C20 lassen sich vorhandene IEC-Stromverbindungen einfach nachrüsten und je nach Ausführung zusätzlich farblich kennzeichnen. IEC-LOCK bietet alternativ eine direkt im Steckverbinder integrierte mechanische Verriegelung.
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